History of STEINSCHLAG

History 1987 bis 2017
Blauhaus Potsdam November 2005
Die Bühne im Blauhaus ist gigantisch – hier hat Steinschlag im Jahr 1988 das erste Mal vor fast 1000 Leuten gespielt zum Ärgernis der Hauptband  des Abends: Das Publikum rastete völlig aus. Fast 20 Jahre später im November 2005 (Foto) zur Rolling-Stones-Nacht zusammen mit Mike Kilians „Starfucker“ (Berlin) knüpfte die Band daran an.

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Steinschlag – die Potsdamer Rhythm ’n‘ Blues- und Rock ’n‘ Roll-Band wurde am 18. Juli 1987 gegründet.
Ursprünglich war dies ein Session-Projekt, dass aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Rolling Stones entstand. Innerhalb einer Woche hatten die Initiatoren Detlef „Gote“ Gottschling (Sänger) und Henryk „Henne“ Körbs (Gitarrist) im August 1987 fünf Musikanten zusammen getrommelt: Am Bass Robert Raetsch, der eigentlich aus dem Heavy-Lager stammte, am Schlagzeug Guido Schade (später: Babylon und The Clogs), der Hardrocker, und an der zweiten Gitarre Andreas „Andy“ Hoffmann. In dieser Besetzung spielte Steinschlag dreimal – nämlich an demselben Abend, als die 20 Titel zum ersten Mal über die Bühne gingen.

Love and Peace and Rock 'n' Roll and Sex ...

Mit dem Zelt zur Stones-Party

Gut 60 Leute hatten sich zu der privaten Party angemeldet – gekommen waren dann knapp einhundert. Mit Zelten rückten die Stones-Fans an und blieben bis zum Abend des nächsten Tages. Die Party wuchs aus zu einem kleinen Festival im abgelegenen Vereinslokal des Hundevereins in Werder. „Ihr müsst weiter machen!“, lautete das Urteil der Gäste.

 

FKK im Plessower See
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Nur einen Namen hatte das Projekt damals noch nicht. Noch am selben Abend tauschte sich der Bassgitarrist selbst aus: Winfried Gutzeit, damals noch „Tanzmugger“, spielte bereits in der dritten morgenlichen Runde mit. Allerdings musste er dazu noch einmal mit dem Fahrrad auf die Jugendhöhe nach Hause fahren – denn er ist Rechtshänder. Robert dagegen spielt ein Links-Händer-Instrument. Andreas Hoffmann war danach auch „draußen“ – Michael Schupke, der heute noch dabei ist, rückte nach und brachte mit seiner „SG“ einen rotzigen Gitarrenton auf die Bühne, der seinem Vorbild Keith Richards alle Ehre machte und heute mit vielen anderen Instrumenten noch macht. Der Bandname selbst wurde beim nächtlichen FKK-Baden im Plessower See gefunden. „Gnillor Senots“? Das konnte sich niemand merken … Die Rollenden Steine sollten zwar darin vorkommen; doch englische Bandnamen wurden in der DDR nicht so sehr gemocht. Also: Steinschlag.

Steinschlag – auf der ganzen Welt

70 Konzerte im Jahr
Ohne staatliche Zulassung – so genannte Einstufungen waren in der DDR Pflicht – spielte Steinschlag frech in Teltow, in Kleinmachnow im „Affenclub“, in Potsdam im „Glaskasten“ in der Heinrich-Mann-Allee (später: Blauhaus), im Haus der jungen Talente (HdjT heute: Podewil) in Berlin, in der Moritzbastei in Leipzig, in Halle im Turm, in Zwickau im Kreiskulturhaus oder in Rostock bei den Studenten: Dass es nun in der DDR eine Stones-Band gab, sprach sich schnell herum.
1988 - Steinschlag und Scirocco im “Glaskasten” in Potsdam

 

Bis zu 70 Konzerte im Jahr – auch für damalige Verhältnisse galt das als sehr gut gehendes Projekt. Nur Geld, das blieb nie übrig. Zu teuer waren Anlage und Instrumente. Schließich mussten unter der Hand für jede D-Mark (Westgeld) bis zu zehn DDR-Mark hingeblättert werden. So kostete ein banales Mikrofon schnell eineinhalb bis zweitausend Ost-Mark … oder drei bis vier Monatsgehälter!

Wechseljahre
Schlagzeuger Guido Schade stieg nach einem Vierteljahr aus – der Kleinmachnower Frank Koesling rückte nach. Gitarrist Michael Schupke bekam Zeitnot bei Familie und Beruf und wurde durch den Luckenwalder Gitarrenbauer und brillanten Gitarristen Helmut „Keule“ Kreuchwig ersetzt. Inzwischen brauchte man vor allem für Rock ’n‘ Roll-Nummern auch Piano und Hammond-Orgel: Stefan Saretz übernahm den Part.
Gote, Keule, Kössi, Winne & Henne

 

Rock ’n‘ Roll am Ural
Plötzlich rief die Freie Deutsche Jugend (FDJ) beim damaligen Manager Andreas Klisch (später Lindenpark e.V.) an und wollte die Band für einen Auslandseinsatz buchen: Zwei Wochen Crash-Tour an den Baustellen für die Erdgastrasse bei Perm am Südzipfel des Ural. Zwei Konzerte am Tag – früh um sieben Uhr für die Nachtschicht und abends um 20 Uhr für die Tagschicht – waren Pflicht. Über 2000 Kilometer von zu Hause im tiefen Russland arbeiteten Deutsche, bauten nicht nur das „Rohr“, sondern auch die dazu gehörigen Siedlungen und Städte dazu. Und Steinschlag brachte Kultur zum Jahreswechsel 1988/89.
Frank Kösling und Winfried Gutzeit im Januar 1989 auf dem Roten Platz in Moskau

Vorüber gehende Trennung
Schlagzeuger Frank Koesling durfte nach der Rückkehr aus Russland zu Verwandten nach Hamburg fahren – und blieb im „Goldenen Westen“. Mehrere Trommler gaben sich darauf hin die Klinke in die Hand, denn die Konzerttermine mussten erfüllt werden, die Verträge waren gültig. Andreas Otto, damals und heute wieder „Galaxo“-Schlagzeuger, half und hilft oft aus der Patsche. Burkhard Fabiunke aus Wünsdorf haute in die Trommeln und Becken. Auch Thomas Warneke half erst mehrere Monate und ging dann doch zu Subway to Sally. Hängen blieb für längere Zeit der „Engerling“-Trommler Friedemann „Frieda“ Schulz aus Luckenwalde. Mit ihm wurden auch die meisten Studioaufnahmen – u. a. bei Joachim „Acki“ Lehmann in Treuenbrietzen, bei Arne Gabler sowie später bei Hartmut Pfohl – eingespielt.

Steinig ins Radio
Steinschlag wurde mit Eigenkompositionen beim Sender Potsdam – die Regionalwelle von Radio DDR – gespielt und gab Rundfunk-Interviews. Auf einer so genannten „Kleeblatt“-LP beim staatlichen Label „Amiga“ sollten vier Stücke der Potsdamer Band erscheinen. Dazu sollte es nicht mehr kommen. Die Maueröffnung im November 1989 kam dazwischen. Ab jetzt gab es echte Stones im Laden – die Tapes von Steinschlag sind in den Archiven verschwunden. Schon ein Vierteljahr vorher war auch Gitarrist Henryk Körbs nicht mehr in der Band. Michael Schupke war zurück und übernahm den Lead-Part, Keule Kreuchwig spielte die zweite Gitarre.

Die alte Kasse am Einlass ...

Wiedervereinigung
Drummer Frank Koesling, der inzwischen in Spandau an seinem Abitur bastelte und schließlich ein Ingenieurstudium in Berlin absolvierte, stieg wieder ein. Somit waren zumindest vier Musiker aus den ersten Stunden wieder vereint: Sänger Detlef „Gote“ Gottschling, Gitarrist Michael „Schuppi“ Schupke, Bassgitarrist Winfried „Winne Good Times“ Gutzeit, Drummer Frank Koesling. Mittlerweile war „Keule“ über Ungarn in den Westen „verschwunden“, und als zweiter Gitarrist Martin Thiel – vorher Toni-Kruse-Band – zu Steinschlag gestoßen. Martin spielte dann wieder bei den „Orions“ – bei Steinschlag steht inzwischen Michael Kunczak aus Brandenburg an der Havel auf der Bühne. Ein Multitalent an allen Gitarren, auf dem Akkordeon, am Mikrofon …

Vorgetastet
An den Tasten war inzwischen Peter „Eiche“ Eichstädt. Der begann parallel das Projekt „The Clogs“ auf die Beine zu stellen, mit dem er heute noch umjubelt durch die Lande tourt. Bald ließen sich beide Bands nicht mehr unter einen Hut bringen. Eiche stieg aus, Hartmut Pfohl aus Berlin rückte 1994 an seine Stelle. Drummer Frank Koesling wurde Ingenieur bei VW in Puebla/Mexico (und ist jetzt wohl wieder zurück in Deutschland). An den Trommeln stieg „TW“ (Thomas Warneke) wieder bei Steinschlag ein, der inzwischen bei Subway to Sally ausgestiegen war und heute vermehrt im Filmgeschäft tätig ist. Ziemlich, naja, „neu“ in der Band, seit 1998 dabei, ist Saxophonist Sebastian „TC“ Pietsch, der schon als echter Klassiker für Stella-Musicals in Berlin im „Glöckner von Notre Dame“ seinen Orchesterstuhl drückte und fest engagiert bei den Brandenburger Symphonikern sowie bei den auch daraus entstandenen Projekten Jacaranda, Jazzocrass sowie Blue Moon ist.
Die große 20-Jahre-Feier fand am 1. September 2007 im Stammhaus „Lindenpark“ in Potsdam statt. (See the Button „20 Years …“)

Ausflug und neue Wege
River Blues Band
Mittlerweile haben Michael Schupke, Michael Kunczak und auch Detlef Gottschling seit dem Jahr 2004 noch ein zweites Projekt am Laufen: Die River Blues Band. „Schuppi“ will sich dort noch mehr einbringen, hat neue Ideen und machte bei Steinschlag Platz – am 1. November 2011.

Keule in seiner Werkstatt – und am 10.12.11 live on stage Helmut „Keule“ Kreuchwig

Also wurde die Uhr zurück gedreht und doch vorgestellt: Am 10. Dezember 2011 stand Helmut „Keule“ Kreuchwig wieder auf der Bühne und holte die alten Licks aus der Schatzkiste. Das Jahr 2012 war das 25. Jahr der Band. Seitdem ist es nicht sicher, ob „Schuppi“ manchmal dabei ist … oder „Keule“ oder beide …

Es rollt weiter. 2017 ist 30. Jubiläum …

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